Artenschutz nicht nur für kuschelige Sympathieträger

CDU-Fraktion kritisiert Konzentration von Schutzprogrammen im Land auf wenige Arten

Tiesler: „Biodiversität muss in Ökosystemen und nicht nur für kuschelige Sympathieträger gedacht werden“

Erfurt – Die CDU-Landtagsfraktion nimmt bisher wenig bekannte gefährdete Tier- und Pflanzenarten beim Artenschutz verstärkt in den Blick. „Wolf, Hamster und Wildkatze benötigen unseren Schutz“, so der Sprecher für Naturschutz der CDU-Landtagsfraktion, Stephan Tiesler. „Jedoch birgt die Verengung der Schutzmaßnahmen seitens der Landesregierung auf einige prominente und populäre Arten die Gefahr, dass weniger bekannte Tiere und Pflanzen, die unsere akute Hilfe vielleicht nötiger hätten, aus dem Blickfeld geraten.“ In einer Anfrage an die Landesregierung hat Tiesler daher exemplarisch nach den finanziellen Mitteln gefragt, mit denen vor allem der Schutz von populären Arten in Thüringen gefördert wird.

„Mit der Etikettierung von Luchs, Fischotter oder Auerwild als sogenannte „Flaggschiffarten“ soll dabei zumindest der Anspruch geltend gemacht werden, dass umfangreiche Schutzprograme für diese Arten auch der Gesamt-Biodiversität in deren Lebensräumen Nutzen bringen wird. Aber diese positiven Nebeneffekte bleiben in vielen Fällen ungewiss.“ Tiesler spricht sich daher dafür aus, die Förderprogramme mehr am tatsächlichen Nutzen für Flora und Fauna der unterschiedlichen Lebensräume auszurichten, als an dem meist kuschelig und sympathisch wirkenden Bildern populärer tierischer Werbeträger. „So eine Wölfin oder ihr knuffiger Nachwuchs machen eben viel her in einer Artenschutz-Kampagne. Doch die Rettung einer bedrohten Mückenart kann für das Ökosystem mindestens genauso wertvoll sein“, so Tiesler weiter. Biodiversität müsse für den Schutz der unterschiedlichen Lebensräume und nicht nur in der Kategorie einzelner prominenter Arten gedacht werden.

Aufforsten in Kleineutersdorf

Landtagsabgeordneter Tiesler pflanzt 280 Bäume

250 Weißtannen und 30 Wildobstbäume hat der Landtagsabgeordnete Stephan Tiesler (CDU) am Freitag bei Kleineutersdorf gepflanzt. Hitze, Trockenheit und der Borkenkäfer haben unseren heimischen Wald in den letzten Jahren vor enorme Herausforderungen gestellt. Mit Neupflanzungen kann man die offenen Wunden behandeln und gleichzeitig etwas gegen den Klimawandel tun. Ein langer, aber lohnenswerter Prozess. Für Tiesler, den Naturschutzpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, ist das eine Selbstverständlichkeit. Er besorgte die Setzlinge und organisierte Unterstützer aus der CDU und JU, um die jungen Bäume im Kleineutersdorfer Kirchwald einzupflanzen, an der Stelle, die im letzten Jahr besonders unter dem Borkenkäfer gelitten hatte.

Seit einem Jahr liegen die Pläne für solche Baumpflanzungen bei Tiesler in der Schublade, mussten aber immer wieder aufgeschoben werden. „Ursprünglich wollte ich Schulklassen aus der Region nach draußen in die Natur einladen, um dort gemeinsam die Bäume zu pflanzen. Da das die Pandemie leider immer noch nicht möglich macht, habe ich mich nun dazu entschlossen, die erste Baumpflanzaktion in einer abgespeckten Form mit Unterstützern des Kreisverbandes der CDU sowie der Jungen Union durchzuführen“, sagte Tiesler.

Die Naturfreunde im Alter von vier bis 70 Jahren haben unter Anleitung des Revierförsters Raabe insgesamt 250 klimaresistente Weißtannen und je 10 Kirsch-, Birnen- und Apfelbäume in den Wald zwischen Hummelshain und Kleineutersdorf gepflanzt. Die Tannen werden später bis zu 50 Meter hoch und können rund 3 Tonnen CO2 speichern. Bei größeren Exemplaren auch deutlich mehr. Zudem spricht für die Weißtannen, dass sie wirtschaftlich und klimatisch Robust sind und gut mit langen Trockenperioden umgehen können.

Schnelle Hilfen für Wälder im Saale-Holzland-Kreis gefordert

Tiesler und Voigt: „Trockenheit und Borkenkäfer haben Erträge von Jahrzehnten vernichtet“

Die örtlichen CDU-Abgeordneten Stephan Tiesler und Prof. Dr. Mario Voigt fordern eine rasche Auszahlung der am Donnerstagabend vom Landtag bewilligten Forsthilfen für private und kommunale Waldbesitzer. „Trockenheit, Stürme und Borkenkäfer haben viele Wälder auch im Saale-Holzland-Kreis schwer geschädigt“, sagt Tiesler, der Naturschutzpolitische Sprecher seiner Fraktion. „Bereits im Dezember wurden deshalb 15 Millionen Euro für Kommunen und private Waldbesitzer auf Vorschlag der Unionsfraktion in den Haushalt eingestellt.“ Das Geld werde dringend benötigt, um unsere Wälder vom Schadholz zu beräumen, junge Pflanzen aufzuforsten und den Wald klimaresistenter wieder aufzubauen. „Der Waldverlust ist eine Katastrophe. Auch im Saale-Holzland-Kreis sind besonders in den vergangenen drei Jahren die Erträge mehrerer Jahrzehnte nahezu komplett vernichtet werden“, sagt Voigt. Viele Waldbesitzer seien ohne die Erlöse aus dem Holzverkauf und ohne zusätzliche Hilfen nicht mehr in der Lage, ihre Wälder zu bewirtschaften, geschweige neue Investitionen zu tätigen. „Wenn wir hier nicht gegensteuern, werden unsere Wälder ihre Funktionen als Wirtschaftsgut, Erholungsraum und wichtiger CO2-Speicher nicht mehr erfüllen können“, warnte Voigt. Zugleich regten die CDU-Abgeordneten an, dass die Hilfen nicht nur 2021 ausgezahlt werden sollten, sondern auch für die kommenden Jahre in den Landeshaushalt eingestellt werden müssen. „Denn so viel ist klar“, so Tiesler weiter, „Die Schäden sind so groß, dass wir sie in nur einem Jahr lange nicht werden aufarbeiten können“.
Mit Sorge betrachten die beiden Landtagsabgeordneten des Saale-Holzland-Kreises den konkreten Zustand der Wälder im Landkreis. Laut Waldzustandsbericht von ThüringenForst sind in ganz Ostthüringen bis zu 80 Prozent der Bäume krank. Alle Initiativen der CDU-Fraktion für den Erhalt unserer Wälder seien auch unter www.waldbeschuetzer.de zu finden.

Windräder im Wald endlich verboten

Voigt und Tiesler zufrieden mit Änderung des Thüringer Waldgesetzes

Der Thüringer Landtag hat in seiner heutigen Sitzung ein Verbot von Windrädern im Wald beschlossen. Dies erfolgte durch eine Änderung des Thüringer Waldgesetzes. Ein entsprechender gemeinsamer Antrag war von der CDU-Fraktion und der FDP in den Landtag eingebracht worden. Die CDU-Fraktion stellte ihre Zustimmung zum Entwurf des aktuellen Haushalts zuletzt unter die Bedingung, dass rot-rot-grün, diesem Verbot zustimme.
Die beiden direkt gewählten Landtagsabgeordneten des Saale-Holzland-Kreises, Stephan Tiesler und Prof. Dr. Mario Voigt zeigten sich mit dem Erreichten zufrieden und erleichtert. „Heute ist ein großartiger Tag für unseren Freistaat und seine Wälder. Ich bin stolz und dankbar, dass es uns gemeinsam mit den zahlreichen Bürgerinitiativen in Thüringen gelungen ist, weitere Windräder im Wald zu verhindern. Der jahrelange Kampf gemeinsam mit den Bürgern hat sich gelohnt. Wir bewahren das grüne Herz Deutschlands damit vor massiven Rodungen von Bäumen und leisten damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz“, so Voigt. Die CDU habe das Verbot der Windräder im Wald durchgesetzt und damit Wort gehalten. Er sei froh, dass damit etwa auch drohende Waldrodungen im Holzland, wie etwa in St.Gangloff und Umgebung, verhindert werden könnten. „Daran haben vor allem auch die zahlreichen Bürgerinitiativen des Landkreises mit ihrer Beharrlichkeit einen großen Anteil“, meinte Voigt. Dafür seien er und Tiesler sehr dankbar.
„Dieser Tag ist ein Meilenstein für den Natur-, Arten- und Klimaschutz in Thüringen und in unserem Landkreis. Wir schützen nicht nur viele Tierarten, die durch Rotorblätter von Windrädern getötet werden können. Auch jeder einzelne Baum, dessen Rodung wir mit dem Gesetz verhindern, liefert einen Beitrag für eine bessere CO2- Bilanz“, so der naturschutzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Stephan Tiesler.

CDU-Fraktion im Thüringer Landtag mahnt schnelle Forstrettung an

Tiesler: „Für unseren Wald im Saale-Holzland-Kreis zeigt die Uhr
bereits halb eins“

Erfurt – Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag hat ein 500
Millionen Euro schweres Paket zur Rettung der Wälder in Thüringen auf den
parlamentarischen Weg gebracht. In der letzten Woche hat sich der Landtag in
Erfurt erstmals mit einem Gesetzentwurf sowie einem entsprechenden Antrag
befasst. Nach den Sturmschäden sowie den extrem heißen Sommern der vergangenen
Jahre ist die Ausbreitung des Borkenkäfers so hoch wie zuletzt vor mehr als 70
Jahren. Ein Großteil der Anpflanzungen und Kulturen ist vertrocknet. Den Waldeigentümern
droht der Totalverlust. Sie sind finanziell nicht mehr in der Lage das
Schadholz aufzuarbeiten. Das liege auch daran, dass die Preise am Holzmarkt
zusammengebrochen seien. Die Reserven der kommunalen und privaten
Waldeigentümer sind aufgebraucht, Mitarbeiter und Betriebe erschöpft.

„Wir dürfen die Waldbesitzer in unserer Region nicht alleine lassen“, sind
sich die beiden CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Saale-Holzland-Kreis, Stephan
Tiesler und Prof. Dr. Mario Voigt, einigt. Die CDU-Fraktion hat dabei nicht nur
den Landeswald im Blick, sondern vor allem die kommunalen und privaten
Waldbesitzer. Hier gehe es nicht nur um Hilfen für viele Eigentümer von kleinen
Parzellen, die sich zum Teil schon seit Generationen in Familienbesitz
befinden, sondern um die Bewahrung unserer aller Lebensgrundlage, nicht nur für
den ländlichen Raum. „Auch unsere Wälder im Saale-Holzland-Kreis erfüllen
eine wichtige Schutz- und Erholungsfunktion. Wälder leisten einen
unverzichtbaren Beitrag für den Klimaschutz. Sie liefern uns den Baustoff Holz,
prägen unser Landschaftsbild und sind unverzichtbare Grundlage für rund 40.000
Arbeitsplätze in der Thüringer Holzindustrie“ erklärten die beiden Abgeordneten.

Mit Sorge betrachtet Tiesler den Zustand der Wälder im Saale-Holzland-Kreis.
Laut Waldzustandsbericht von ThüringenForst sind in Ostthüringen bis zu 80
Prozent der Bäume krank. 

Stephan Tiesler: „Für unseren Wald ist es also nicht fünf vor Zwölf, sondern
bereits halb eins. Darum müssen wir jetzt endlich helfen.“

Unterwegs mit dem Fraktionsvorsitzendem Prof. Dr. Mario Voigt

Am 22. Juni fand ein wichtiges Koordinierungsgespräch in Sachen Umwelt- & Naturschutz im Wahlkreisbüro in Kahla statt. Auf meine Einladung sind neben unserem Fraktionsvorsitzenden Mario Voigt und dem Landrat Andreas Heller auch der Präsident des Verbandes für Angeln und Naturschutz (VANT) Karsten Schmidt sowie der Leiter der Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen (AAT) Herr Martin Görner gekommen.

Ein weiterer Termin an diesem Tag fand mit dem Bürgermeister der Stadt Kahla Herrn Jan Schönfeld bei schönsten Sommerwetter am Ufer der Saale statt. Hauptgesprächspunkt war hier ein problematisches Eigentumsverhältnis zwischen der Stadt und dem Land Thüringen. Mario Voigt und ich haben die Problematik in einem guten Gespräch aufgenommen und werden die Kommune bei der notwendige Klärung unterstützen.

Der Tag stand ganz unter dem Stichwort „Wasser“. Nach dem Umwelt- und Naturschutzgespräch mit dem Hauptthema „Gewässer“ am Morgen und dem Termin am Ufer der Saale in Kahla ging es im dritten Termin um das Freibad in Stadtroda. Dort empfing uns der Geschäftsführer Herr Ralph Grillitsch. Bei einem kurzweiligen und interessanten Rundgang, bei welchen wir auch das unsichtbare Herz des Bades, den Pumpen- und Filterraum betreten durften, kamen wir auf die derzeitige Lage der Freibäder zu Zeiten von Corona und die damit einhergehenden Schutzmaßnahmen ins Gespräch. Aber auch die darüber hinaus ohnehin schwierige finanzielle Lage der Kommunen, die ein Freibad unterhalten, wie beispielsweise Stadtroda, wurde ausgiebig besprochen.

Besuch beim Forstamt Jena-Holzland

Den heutigen Vormittag habe ich genutzt, mich in einem der größten Forstämter Thüringens, dem Forstamt Jena-Holzland, mich über die aktuelle Situation unserer Wälder aber auch über die Bedingungen innerhalb des Forstamtes zu informieren. Herr Zeiss und Herr Barfod, welche die Leitung des Hauses inne haben und mit welchen ich schon in den letzten Jahren auf kommunaler Ebene sehr gut zusammengearbeitet habe, gaben mir einen super Einblick zu den verschiedensten Themen, wie die aktuelle Situation unserer Wälder, die Personalsituation innerhalb des Forstamtes, bis hin zur Rolle des Wildes und der Jagd und auch das Thema Wolf wurde angeschnitten. Vielen Dank für den interessanten Vormittag und auf eine weiter gute Zusammenarbeit.

Tiesler und Voigt wollen gesetzliches Verbot von Windkraft im Wald

Auf ihrer Klausurtagung in Bad Blankenburg beschloss die CDU-Fraktion eine Gesetzesinitative, die das grundsätzliche Verbot von Windkraft im Wald vorsieht. Der Beschluss erfolgte auf Initiative der beiden Abgeordneten des Saale-Holzland-Kreises, Prof. Dr. Mario Voigt und Stephan Tiesler. Voigt hatte bereits im Sommer 2019 einen entsprechenden Änderung des Thüringer Waldgesetzes eingebracht, der allerdings an der damaligen rot-rot-grünen Mehrheit im Landtag scheiterte. 

„Wir vertreten den Saale-Holzland-Kreis und haben uns vor der Wahl gegen Windkraft im Wald eingesetzt. Das gilt auch nach der Wahl. Wir wollen Windkraft im Wald gesetzlich verbieten, damit die Planungsgemeinschaft nicht von der Landesregierung genötigt werden können, solche Flächen auszuweisen“, stellt Voigt klar. Damit verweist der Abgeordnete auf die Neufassung des Regionalplans Ostthüringen. Der Antrag der CDU geht somit über die Vorschläge anderer Fraktionen hinaus. 

„Einerseits verspricht Ministerpräsident Bodo Ramelow Wiederaufforstungen im dreistelligen Millionenbereich, doch gleichzeitig lässt seine Regierung zu, dass Wald für Windenergieanlagen geopfert wird“, meint der Landtagsabgeordnete des südlichen Saale-Holzland-Kreises, Stephan Tiesler. 

Man habe jetzt angesichts der nicht mehr vorhandenen Mehrheiten von RRG als Parlament die Möglichkeit, hier Rechtssicherheit und Klarheit für die Bürger zu schaffen, so die beiden Abgeordneten. Diese wolle man zum Wohle der Bürger des Landkreises nutzen. Abschließend wiesen die beiden Abgeordneten darauf hin, dass damit auch irrsinnige Projekte wie in St.Gangloff, wo über 83.000 qm Wald für Windräder geopfert werden sollen, verhindert werden könnten. 

Nach Ansicht der CDU-Abgeordneten sprechen eine Vielzahl von Aspekten gegen eine Errichtung von Windkraftanlagen im Wald: 1. Der Artenschutz: Die Biodiversität und die bestehenden Ökosysteme werden geschützt, indem nicht der Wasser- und Bodenhaushalt gestört wird bzw. Insekten und Vögel durch Rotoren erschlagen werden. 2. Der Klimaschutz: Ein Hektar Wald speichert pro Jahr über alle Altersklassen hinweg ca. 13 Tonnen CO2. Und wo der Wald geschädigt ist sollen keine Windräder hingestellt, sondern es muss wieder aufgeforstet werden. 3. Der Katastrophenschutz: In den letzten Jahren ist die Brandgefahr in den trockenen Wäldern gestiegen. Im Brandfall kommt die Feuerwehr nicht an Rotoren in 200 Meter Höhe ran und kann sie nur kontrolliert abbrennen lassen.