Entscheidung zum Wolf

CDU-Fraktion fordert nach Kabinettsbeschluss zum Wolf nächste Schritte in Thüringen

Tiesler: „Schutz von Weidetieren und die Sicherheit der Menschen müssen zentrale Rolle spielen“

Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag fordert nach dem Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zur Änderung des Jagdrechts und zum künftigen Umgang mit dem Wolf weitere Schritte in Thüringen. „Die Entscheidung ist eine wichtige Wegmarke hin zu mehr Praxisnähe, Rechtssicherheit und einem ausgewogenen Artenschutz. Der Beschluss aus Berlin ist ein klares Signal an die Menschen im ländlichen Raum und an unsere Weidetierhalter: Ihre Sorgen werden ernst genommen. Die Herausforderungen im Umgang mit dem Wolf bestehen in Thüringen seit Jahren. Sich häufende Risse und eine wachsende Verunsicherung in der Bevölkerung zeigen, dass nun auch auf Landesebene konkrete Schritte erforderlich sind“, erklärt der Sprecher für Jagd und Forsten in der CDU-Fraktion, Stephan Tiesler.

Gerade in Thüringen stehen viele Tierhalter seit Langem vor großen Belastungen. Trotz erheblicher Anstrengungen beim Herdenschutz kommt es immer wieder zu Übergriffen – insbesondere in Regionen, in denen ein vollständiger Schutz kaum praktikabel ist. Die Akzeptanz des Wolfs steht dort zunehmend unter Druck. „Der Schutz von Weidetieren und die Sicherheit der Menschen im ländlichen Raum müssen bei allen Entscheidungen eine zentrale Rolle spielen“, so Tiesler. Er betone zugleich, dass die positive Entwicklung der Wolfspopulation ein Erfolg des Artenschutzes sei. „Gerade dieser Erfolg macht deutlich, dass es nun ein aktives und verantwortungsvolles Bestandsmanagement braucht, um dauerhaft ein Gleichgewicht zwischen Artenschutz, Landwirtschaft und den berechtigten Interessen der Bevölkerung zu sichern.“

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung eröffnet den Ländern neue Handlungsspielräume, etwa bei der Einführung eines regional differenzierten Bestandsmanagements. Tiesler: „Damit liegt der Ball nun bei den Ländern. Thüringen muss diese Möglichkeiten zügig in praxistaugliche Regelungen überführen.“ Aus seiner Sicht gehörten dazu klare Zuständigkeiten, überprüfbare und rechtssichere Verfahren sowie ein Wolfmanagement, das im Ernstfall schnell greife und den betroffenen Tierhaltern Verlässlichkeit gebe, so Tiesler.

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