Tiesler kritisiert geplanten Kahlschlag bei Sozialkundeunterricht

An den Gymnasien im Saale-Holzland-Kreis soll künftig in der 10. Klasse das Fach Sozialkunde nicht mehr verpflichtend, sondern nur als Wahloption unterrichtet werden. Gleiches plant Thüringens Bildungsminister Holter für die Fächer Geografie und Wirtschaft/Recht. Auf das Bekanntwerden dieser Pläne der rot-rot-grünen Landesregierung haben die CDU-Abgeordneten Stephan Tiesler und Prof. Dr. Mario Voigt mit scharfer Kritik und einer aktuellen Stunde im Thüringer Landtag reagiert. „Demokratie braucht politisch mündige Bürger. Deshalb brauchen unsere Schüler auch mehr politische und gesellschaftliche Bildung, und nicht weniger“, sagte Voigt. Wenn sich die Schüler im Saale-Holzland-Kreis künftig zwischen den Fächern Sozialkunde, Wirtschaft/Recht und Geografie entscheiden müssten, komme das einem Kahlschlag bei der politischen und gesellschaftlichen Bildung gleich. „Angesichts extremer Meinungen und Wahlentscheidungen, Demokratieverdrossenheit, polarisierter Debatten und Fake News ist es heute wichtiger denn je, das Verständnis von Schülern für politische Prozesse, Argumentationen und Mitwirkungsmöglichkeiten zu fördern. Die Pläne der Ramelow-Regierung dürfen deshalb niemals umgesetzt werden“, machte Tiesler deutlich.

Tiesler und Voigt wollen ehrenamtlich organisierten Vereinen GEMA-Gebühren erlassen

Die CDU-Landtagsabgeordneten Stephan Tiesler und Prof. Dr. Mario Voigt wollen die Vereine im Saale-Holzland-Kreis von den GEMA-Gebühren befreien. Einen entsprechenden Antrag haben sie jetzt gemeinsam mit ihrer Fraktion im Thüringer Landtag eingebracht. „Die GEMA-Gebühren und ihre bürokratische Abwicklung stellen eine große Belastung für viele ehrenamtlich organisierte Vereine im Saale-Holzland-Kreis dar“, begründeten die beiden ihre Initiative. So sollen nach ihrem Willen ehrenamtlich geführte, gemeinnützige Organisationen, Vereine und Einrichtungen künftig für ihre nicht-kommerziellen Veranstaltungen keine GEMA-Gebühren mehr bezahlen. Stattdessen soll das Land Thüringen die anfallenden Kosten übernehmen. Eine ähnliche Regelung gibt es bereits in Bayern. „Wir wollen die Urhebervergütung für die musikalische Begleitung von Vereinsfesten und ähnlichen Veranstaltungen pauschal mit einer Ehrenamtsflatrate abwickeln. Ähnlich konnten das bereits große Dachorganisationen mit GEMA-Pauschalverträgen für ihre Mitgliedsverbände regeln“, erklärte Voigt. „Es kann nicht sein, dass kleine Vereine selbst bei Benefizaktionen kräftig zur Kasse gebeten werden. Deshalb haben wir einen Antrag auf den Weg gebracht, um unsere engagierten Ehrenamtlichen von den GEMA-Gebühren und dem damit verbundenen Verwaltungsaufwand zu entlasten“, so Tiesler. Die Initiative sei ein wichtiger Schritt für das Vereinsleben und das Ehrenamt im Saale-Holzland-Kreis, sind Tiesler und Voigt überzeugt.

Praktikum im ASB Senioren- und Pflegeheim in Hummelshain

Anfang Mai habe ich ein weiteres Praktikum, dieses Mal im ASB Senioren- und Pflegeheim in Hummelshain, durchgeführt. Da die Pflegebranche, wie ich finde zurecht im öffentlichen Fokus steht, wollte ich mir auch hier einen tieferen Einblick in diesen Alltag holen. In einer Frühschicht konnte ich miterleben, was es für eine Pflegefachkraft heißt, Senioren in den verschiedensten gesundheitlichen Umständen auf den Tag vorzubereiten. Von einem einfachen aber wichtigen Gespräch über kleinere Hilfestellungen bei der Morgentoilette bis hin zur kompletten Körperwäsche reicht die Bandbreite. Egal ob geistig fit oder dement, ob körperlich top oder bewegungstechnisch stark eingeschränkt, so vielseitig die Menschen, so vielseitig sind die Anforderungen die hier jeden Tag gestemmt werden müssen. Aber auch Medikamente verteilen und immer einen kritischen Blick auf den Gesundheitszustand der Bewohner haben gehören dazu, wie auch den Mittagstisch decken und das Essen austeilen. Und wenn all dies erledigt ist, müssen alle gesammelten Informationen natürlich auch noch im Rechner erfasst werden. Ich kann nach diesem Tag, in dem man sicher auch nur einen Teil der zu leistenden Arbeit sehen konnte, sagen, meinen vollen Respekt für die Arbeit die hier täglich geleistet wird. Vielen Dank für die Geduld mit mir und die vielen guten Gespräche. Ihr seit wirklich ein super Team.

Auch konnte ich einen kleinen Blick in die hausinterne Küche werfen, in welcher hunderte von Essen täglich zubereitet werden müssen. Aber dieser Bereich wird sicher bei einem späteren Praktikum noch einmal tiefer betrachtet.

Auftakt Stammtischtour durch die Tälerdörfer

Mit seinen Bürgerstammtischen in Renthendorf und Kleinebersdorf hat der CDU-Landtagsabgeordnete Stephan Tiesler am Donnerstag, den 04. Mai seine Stammtischtour durch die Tälerdörfer begonnen. Rund 20 Bürgerinnen und Bürger aus den beiden Gemeinden waren gekommen und nahmen aktiv an der Diskussion mit ihrem direktgewählten Landtagsabgeordneten teil. Von eher regionalen Fragestellungen, wie zum Beispiel der dringend nötigen Straßensanierung bis zu großpolitischen Sachständen wie der Energieversorgung gab es wieder eine riesige Bandbreite an Themen, die die Bürger bewegen.

Tiesler wurde 2019 von den Bürgern des südlichen Saale-Holzland-Kreises in den Thüringer Landtag gewählt. Seitdem ist er in allen Kommunen seines Wahlkreises mit seinem Bürgerstammtisch unterwegs. „Als uns die Coronapandemie den klassischen Stammtisch im Wirtshaus unmöglich machte, entstand die Idee, das Ganze bei schönem Wetter mit einem Stehtisch an die frische Luft zu verlagern,“ so Tiesler. Seitdem war der Politiker in über 50 Gemeinden und weiß ganz genau, welche Probleme die Menschen vor Ort beschäftigen.

„Das Ohr am Volk haben, eine direkte Reaktion auf die eigene Arbeit bekommen und einfach mal zuhören, mit welchen Problemen die Menschen im ländlichen Raum täglich zu kämpfen haben,“ beschreibt Tiesler seine Motivation für die Bürgerstammtische. Vieles, über das gesprochen wird, nimmt Tiesler aus den Gesprächen mit für seine Arbeit im Thüringer Landtag.

Die weiteren Stationen der Stammtischtour sind am 09. Mai 17 Uhr Tautendorf und 18:30 Uhr Eineborn, am 10. Mai 17 Uhr Geisenhain und 18:30 Uhr Meusebach, am 15. Mai 17 Uhr Waltersdorf und 18:30 Uhr Tröbnitz, am 17. Mai 17 Uhr Bremsnitz und 18:30 Uhr Karlsdorf.

Baumpflanzaktion mit der JU

Am 25. April, zum Tag des Baumes, ging es zusammen mit der Jungen Union hinaus in den Hummelshainer Forst. Über 150 Weißtannen konnten wir unter den fachkritischen Augen des Revierförsters Bernd Raabe pflanzen. Nun heißt es abwarten, denn in rund 110 Jahren können die Bäume dann geerntet werden. Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht, denn die Bäume von unserer letzten großen Pflanzaktion sind alle super angewachsen und entwickeln sich prächtig.

Revieförster Raabe hat uns nicht nur bei der Anpflanzung der Weißtannen angeleitet, sondern auch sehr eindrucksvoll die immer noch kritische Situation in Sachen Borkenkäfer aufgezeigt. Aktuell sind die Temperaturen noch niedrig und der Käfer verhält sich ruhig, aber allein das warme Wochenende hat ausgereicht, dass sich die ersten Exemplare auf den Weg gemacht haben. Die Menge der Borkenkäfer, welche allein an dem Wochenende in einer handvoll Fallen gefangen werden konnten, sind beachtlich und zeigen, dass noch lange keine Entwarnung gegeben werden kann.

Ebenfalls zum Tag des Baumes habe ich die Junge Union wieder sehr gern bei Ihrer jährlichen Baumpflanzaktion auf dem Baumlehrpfad in Altenberga unterstützt. Die Sammlung von nunmehr schon über 150 verschiedenen Gehölzarten wurde jetzt um eine Kaiserlinde erweitert, was nicht zuletzt Dieter Senf, die gute Seele und den Urvater dieser eindrucksvollen Sammlung, freut. Sehr schöne Aktion und für alle die den Lehrpfad noch nicht kennen, ein super Freizeitipp.

Vielen Dank an alle die an diesem kleinen Einsatz tatkräftig mit angepackt haben.

Praktikum im Kindergarten Tranquilla Trampeltreu in Kahla

Am 20. März habe ich einen ganzen Tag als Praktikant im Kindergarten Tranquilla Trampeltreu in Kahla verbracht. Da hieß es beizeiten aufstehen, denn früh um sechs mussten die ersten Kinder in Empfang genommen werden. Vom Frühstück vorbereiten über eine kleine Sportstunde bis hin zum Vorlesen vor dem Mittagsschlaf konnte ich überall mitmachen. Als großer Höhepunkt stand aber das Programm der Friedensschule zur Winteraustreibung. Hier hieß es halb zehn zum Abmarsch bereit machen und mit dutzenden Kindern einen nicht ganz geräuschlosen Spaziergang zu absolvieren. Nach einem schönen Programm gemeinsam von Friedens- und Altstadtschule traten dann der Winter und der Frühling gegeneinander an. Zum Glück gewann der Frühling und die Strohschneeflocke konnte symbolisch abbrennen. Leider ist mein Tag wie im Fluge vergangen, was auch an den vielen aufgeweckten Kindern in der Löwengruppe gelegen hat. Vielen Dank an euch für die Zeit, an die Einrichtungsleiterin Frau Neubauer für den sehr gut organisierten Tag, sowie an Herrn Batz dem Geschäftsführer der AWO Saale-Holzland, für das ehrliche und direkte Gespräch im Anschluss. 

Aktuelle Stunde und Unterschriftensammlung gegen Habecks Heizungsverbot

Tiesler und Voigt: „Systematische Politik gegen den Ottonormalverbraucher“

Die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Stephan Tiesler und Prof. Dr. Mario Voigt haben die Pläne von Energieminister Habeck für ein Öl- und Gasheizungsverbot am Mittwoch zum Thema einer aktuellen Stunde im Landtag gemacht. Gleichzeitig hat die Unterschriftensammlung der Landtags-CDU gegen das Verbot nun schon mehr als 7000 Mitzeichner. Voigt kritisierte Habecks Vorhaben als „systematische Politik gegen den Ottonormalverbraucher“. Er berichtet von zahlreichen Bürgern aus dem Saale-Holzland-Kreis, die sich diesbezüglich an ihn gewendet hätten. „Die Menschen haben Sorgen, sie haben schlichtweg Angst und fragen sich, wer soll das alles bezahlen? Klimaschutz muss sozial gerecht, und Klimaschutz darf kein Elitenprojekt sein, bei dem die normalen Bürger auf der Strecke bleiben. Für viele Menschen im Saale-Holzland-Kreis sind Fragen der Energieversorgung schlichtweg eine Existenzfrage“, machte Voigt deutlich.

Noch immer sei die mit Öl oder aus dem Flüssiggastank versorgte Heizung im Saale-Holzland-Kreis eher die Regel, als die Ausnahme, sagte Tiesler. „Jedem – und eigentlich auch Herrn Habeck – muss klar sein: Die Wärmepumpe ist kein Allheilmittel. In Altbauten lassen sich die gebräuchlichen Heizmodelle erst gar nicht ersetzen. Von im Zweifel notwendigen Umbauten wie der Installation einer Fußbodenheizung oder Investitionen in Gebäudedämmung ganz zu schweigen“, kritisierte Tiesler. Mit Blick auf die Entlastungspakete der Bundesregierung sagt Stephan Tiesler, diese habe es bis heute nicht geschafft, eine Preisbremse für Öl und Holzpellets umzusetzen. „Es ist inakzeptabel, dass die Bürger abhängig von der Heizungsart so unterschiedlich entlastet werden. Die Preisbremse für Wärme sollte unabhängig vom Energieträger dasselbe Preisniveau aufweisen, alles andere produziert massive Ungerechtigkeiten.“

Bürger, die Tieslers und Voigts Forderung nach einem Stopp der Ampel-Pläne zum Verbot von Öl- und Gasheizungen unterstützen wollen, können auf der Seite http://www.ampel-stoppen.de unterschreiben.

Praktikum bei der Tridelta Weichferrite GmbH

Mein Februarpraktikum führte mich in die Tridelta Weichferrite GmbH nach Hermsdorf. In einer kompletten Frühschicht konnte ich in der Produktion den Weg von den verschiedenen Ausgangsmaterialen bis hin zum Endprodukt, sogenannte Ferritkörper, durchlaufen und selbst mit Hand anlegen. Ob in der „Masse“ wo aus den Grundsubstanzen in einem langen Prozess, das zum Pressen benötigte Pulver hergestellt wird, in der Presse, wo die Formen erzeugt werden, über den Brennprozess bis hin zum Schleifen, wo die Teile im Hundertstel Milimeterbereich versandfertig gemacht werden. Ein wirklich spannender und informativer Tag mit vielen Gespräche rund um die Produktion aber auch darüber hinaus. Vielen Dank an den Geschäftsführer Rico Wachs für die Einladung und Möglichkeit einen solchen Tag erleben zu dürfen aber vor allem an die Mitarbeiter, die den ganzen Tag Geduld mit mir hatten und einen solch super Einblick in ihre Arbeitswelt gegeben haben.

Tiesler und Voigt: „Zusätzliche Millionen für den Saale-Holzland-Kreis“

Der Saale-Holzland-Kreis und seine Kommunen können mit einer deutlich höheren Unterstützung rechnen, als von der rot-rot-grünen Landesregierung vorgesehen. In den Verhandlungen zu dem in der Nacht zu Freitag vom Thüringer Landtag verabschiedeten Landeshaushalt wurden auf Drängen der CDU-Fraktion rund 150 Millionen Euro zusätzlich für die Thüringer Kommunen bereitgestellt. „Die aktuelle Krise wird zuerst in den Kommunen spürbar. Wir haben verhindert, dass die Straßenlaternen ausgehen und die Türen der Schwimmbäder zugeschlossen werden müssen“, erklärten die CDU-Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Mario Voigt und Stephan Tiesler . So werden die steigenden Energiekosten der kommunalen Haushalte durch 50 Extra-Millionen im Energie-Sondervermögen abgefedert. Wenn dabei der vom kommunalen Finanzausgleich bekannte Verteilschlüssel zur Anwendung kommt, kann der Saale-Holzland-Kreis mit einem Zuschuss von rund 1.732.773 Euro rechnen.

Über das zunächst durch die Landesregierung gestrichene, von der CDU aber wieder in den Landesetat hineinverhandelte und sogar erhöhte Kleine-Gemeinden-Programm erhalten 2023 alle Gemeinden im Saale-Holzland-Kreis zusätzliche 300 Euro für die ersten 250 Einwohner. „Mit unseren Änderungen im Sinne der Kommunen konnten wir viele, aber bei weitem nicht alle Konstruktionsfehler des rot-rot-grünen Entwurfs heilen. Es ist und bleibt ein schlechter Haushalt, bei dem das Grundgerüst nicht stimmt. Die Kommunen im Saale-Holzland-Kreis werden selbst mit diesen hart erkämpften Verbesserungen größte Mühe haben, ihre Haushalte auszugleichen“, befürchtet Voigt.

Korrigierend eingreifen konnten Tiesler und Voigt und ihre Fraktion auch durch 10 Millionen Euro für den Bau von Schulen sowie durch zusätzliche Mittel für die Sanierung von Kommunalen Sportanlagen, den Katastrophenschutz und die Feuerwehren. Für die 1.939 Feuerwehrleute im Saale-Holzland-Kreis sollen über eine von der Union durchgesetzte Pauschale jeweils 300 Euro (insgesamt 581.700 Euro) fließen, um in persönliche Schutzausrüstung und die allgemeine technische Ausstattung investieren zu können.

Zudem wird die Ehrenamtsförderung wird ausgebaut, der Abwasserpakt aufgestockt und das ÖPNV-Angebot mit Zuschüssen zum Ausgleich der Energiemehrkosten stabilisiert. Ebenfalls CDU-Verhandlungserfolge sind die bessere Bezahlung der derzeit oft unter Mindestlohnniveau arbeitenden Tagesmütter und der Zuschuss für Geburtsstationen, der die Existenz der Einrichtungen absichern und unzumutbare Fahrzeiten im ländlichen Raum verhindern soll.

Gleichzeitig konnte die CDU-Fraktion entscheidende Zukunftsinvestitionen für die Wirtschaft im Saale-Holzland-Kreis und einen effektiven Klimaschutz mit Augenmaß durchsetzen, wie Tiesler erläutert: „Die Thüringer-Energie-Autobahn zum Ausbau der Erneuerbaren wird zum Pilotprojekt und soll helfen, den Ausbau der Erneuerbaren auf bereits infrastrukturell erschlossene Flächen zu fokussieren. Landesmittel zur klimaresistenten Aufforstung von Waldflächen werden zur Verfügung gestellt. Dazu wird der Meisterbonus erweitert und für die Anwerbung von Fachkräften und Azubis aus dem Ausland fließen zusätzliche Mittel.“

Tagesmütter im Saale-Holzland-Kreis können aufatmen

Die Tagesmütter im Saale-Holzland-Kreis können aufatmen: Mit zusätzlichen 3,5 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt sollen die Kostensteigerungen bei laufenden Sachkosten wie Miete, Heizung und Strom ausgeglichen und zudem eine höhere Grundvergütung sichergestellt werden. Wie die beiden Landtagsabgeordneten Stephan Tiesler und Prof. Dr. Mario Voigt mitteilten, hat die CDU-Landtagsfraktion die zusätzlichen Gelder in den Haushaltsverhandlungen mit Rot-Rot-Grün durchgesetzt. Gleichzeitig hat die Union am vergangenen Donnerstag im Landtag eine entsprechende Anpassung des Kindergartengesetzes auf den Weg gebracht, die jetzt im Bildungsausschuss weiter bearbeitet wird. „Bei den Kindertagespflegeangeboten im Saale-Holzland-Kreis hat längst ein langsames Sterben eingesetzt. Viele Tagesmütter mussten bereits aufgeben, weil die vom Land gezahlten Sätze unter dem Mindestlohn liegen und von Rot-Rot-Grün trotz explodierender Kosten seit sieben Jahren nicht mehr angepasst wurden“, erklärte Mario Voigt.

Nach Angaben des Thüringer Landesamt für Statistik hat sich die Anzahl der Tagespflegepersonen im Saale-Holzland-Kreis von 18 im Jahr 2014 kontinuierlich bis 2022 auf 7 reduziert. Die Anzahl der betreuten Kinder in öffentlich geförderter Kindertagespflege hat sich im gleichen Zeitraum von 61 auf 30 halbiert.

„Wer Schichtdienst oder unregelmäßige Arbeitszeiten hat, für den sind Kindestagespflegeangebote unverzichtbar. Gemeinsam mit unserer Fraktion setzen wir uns dafür ein, dass diese individuellen Betreuungsformen eine Zukunft im Saale-Holzland-Kreis haben“, sagten Voigt und Tiesler. Weil die Landesregierung seit Jahren nicht handele, habe die CDU nun die Initiative ergriffen, „damit die Tagesmütter eine Chance haben, über den Winter zu kommen“, so Stephan Tiesler. Nach dem Willen der CDU-Fraktion sollen die erhöhten Sätze nach Inkrafttreten der Regelung rückwirkend zum 1. Januar 2023 gezahlt werden. So soll die Sachkostenpauschale von 170 auf 300 Euro pro Kind in Ganztagesbetreuung erhöht werden. Je nach beruflicher Qualifizierung soll auch die eigentliche Arbeitsvergütung steigen, von mindestens 404 auf maximal 586,32 Euro pro Kind und Monat. Weitere Zuschläge sollen entsprechend der Berufserfahrung gezahlt werden.