Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag hat für die kommende Plenarwoche eine Aktuelle Stunde zum Thema „Den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen – Problemwölfe zum Abschuss freigeben“ beantragt. Anlass sind die zunehmenden Übergriffe von Wölfen auf Weidetiere in Thüringen. „Der Bundestagsbeschluss zur Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Handlungssicherheit für die Länder und mehr Schutz für unsere Weidetierhalter. Schäfer, Landwirte und Tierhalter leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Pflege unserer Landschaft, regionale Lebensmittel und den ländlichen Raum. Diese Arbeit darf nicht durch immer häufigere Wolfsrisse gefährdet werden“, erklärt der Sprecher für Jagd und Forsten in der CDU-Fraktion, Stephan Tiesler. Seit Jahresbeginn seien bereits wieder Pferde, Rinder und Schafe von Wölfen gerissen worden. Die Risszahlen verdeutlichten die wachsenden Schäden durch die Rückkehr des Wolfes. „Deshalb ist es richtig, dass Politik und Behörden künftig schneller handeln können, wenn Nutztiere gerissen werden. Die Menschen im ländlichen Raum erwarten zu Recht praktikable Lösungen und klare Regeln im Umgang mit dem Wolf“, so Tiesler.
Auch in der Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten zur Zukunft der Schafhaltung in Thüringen wurden diese Probleme von den Anzuhörenden klar benannt. Die Rückkehr des Wolfes sei grundsätzlich positiv zu bewerten. Gleichzeitig führe sie jedoch zu erheblichen Konflikten mit der Bevölkerung und insbesondere den Weidetierhaltern. „Der Frust vieler Weidetierhalter ist nachvollziehbar. Wer seine Tiere nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand schützen kann, erwartet zu Recht praktikable Lösungen von der Politik. Wir brauchen ein Wolfsmanagement, das den Schutz der Art mit den berechtigten Interessen von Weidetierhaltern und der Bevölkerung im ländlichen Raum in Einklang bringt. Die Entnahme von Problemwölfen muss unkompliziert und ohne unnötige Bürokratie möglich sein“, so Tiesler weiter.
Bundesrechtlich ist die Wolfspopulation mittlerweile als stabil anerkannt, weshalb das Bundesjagdgesetz den Wolf als jagdbare Art aufnimmt. Die CDU-Fraktion fordert nun, dass Thüringen die bundesrechtlichen Möglichkeiten zur Bejagung von Problemwölfen umgehend umsetzt. Tiesler: „Der Wolf bleibt geschützt. Aber erfolgreicher Artenschutz bedeutet auch aktives Bestandsmanagement. Wenn Wölfe Zäune überwinden und Nutztiere reißen, müssen Behörden schneller und rechtssicher handeln können. Viele Weidetierhalter in Thüringen haben enorme Anstrengungen beim Herdenschutz unternommen. Trotzdem kommt es weiterhin zu Übergriffen. Deshalb brauchen sie die Sicherheit, dass der Staat im Ernstfall handlungsfähig ist.“
Darüber hinaus sieht die CDU-Fraktion die Notwendigkeit, invasive Arten wie Goldschakal, Biber, Fischotter, Graugänse, Kormorane oder Waschbären stärker in den Fokus der Jagdpolitik zu nehmen. Ziel ist eine ganzheitliche Strategie, die sowohl die heimische Fauna schützt als auch auf Problemlagen durch Neozoen unbürokratisch reagieren kann. „Wir setzen uns dafür ein, dass Thüringen ein realistisches, länderübergreifend abgestimmtes Wolfsmanagement umsetzt – zum Schutz von Art, Tierhaltung und ländlicher Bevölkerung“, sagt Stephan Tiesler.
CDU-Fraktion begrüßt Freigabe von Ölreserven und fordert konsequente Preisprüfung
Stephan Tiesler: „Der Staat darf nicht selbst zum Preistreiber werden“
Angesichts des Iran-Kriegs und der stark gestiegenen Energiepreise begrüßt die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, dass Deutschland gemeinsam mit den G7-Staaten strategische Ölreserven freigeben will, um den Preisschock an den Weltmärkten zu dämpfen. „Mehr Angebot auf den Weltmärkten ist der marktwirtschaftlich richtige Weg, um Preisspitzen abzuflachen“, sagt der Abgeordnete Tiesler.
Gleichzeitig zeigt sich Stephan Tiesler besorgt über die deutlich gestiegenen Spritpreise und deren Folgen für Verbraucher und Wirtschaft: „Die Fahrt zur Tankstelle wird für die Menschen hier im Saale-Holzland-Kreis aktuell zu einer enormen Belastungsprobe im Portemonnaie. Dagegen muss etwas getan werden. Viele Menschen und Betriebe werden die aktuellen Preissprünge nicht nur an der Zapfsäule spüren, sondern bald auch auf ihren Rechnungen für Lebensmittel, Handwerksleistungen und andere Waren – weil höhere Transportkosten sich durch die gesamte Wertschöpfungskette fressen“, warnt er.
Umso wichtiger sei es, dass die Preisentwicklung jetzt genau geprüft werde. „Es ist richtig, dass das Kartellamt die Mineralöl- und Tankstellenpreise unter die Lupe nimmt. Wenn Unternehmen die Krise nutzen, um überzogene Margen durchzusetzen, muss der Staat konsequent eingreifen“, betont Tiesler. Zugleich mahnt er zu nüchterner Erwartung: „Das Kartellamt kann Missbrauch stoppen, aber es kann keine Kriegslage und keine Weltmarktpreise außer Kraft setzen.“
Positiv bewertet der CDU-Abgeordnete zudem die Entscheidung des Bundeskabinetts, die Zahl der Preiserhöhungen an Tankstellen zu begrenzen. Künftig sollen Spritpreise nur noch einmal am Tag angehoben werden dürfen, während Preissenkungen jederzeit möglich bleiben. Das sogenannte österreichische Modell erhöhe Transparenz und Planbarkeit für die Verbraucher.
Nach Ansicht von Tiesler ist mit diesen Maßnahmen die Verantwortung der Bundesregierung jedoch noch nicht erledigt. Gerade weil sich höhere Energiekosten mit Verzögerung über Transport und Logistik auf viele andere Preise auswirken werden, müsse auch die Rolle des Staates kritisch betrachtet werden. Tiesler: „Nationale Steuern, Abgaben und der CO₂-Preis auf Energie müssen in dieser Situation geprüft werden, damit der Staat Menschen und Wirtschaft nicht zusätzlich belastet. Wo der Staat über steigende Energiepreise selbst Mehreinnahmen erzielt, trägt er eine besondere Verantwortung. Es muss offen darüber gesprochen werden, in welchem Umfang diese Einnahmen an Bürgerinnen und Bürger sowie an die Wirtschaft zurückgegeben werden, um die Folgen des Iran-Kriegs abzufedern.“ Die Menschen hätten ein Recht darauf, dass der Staat in einer solchen Situation nicht nur kontrolliert, sondern sich auch ehrlich fragt, ob er selbst zum Preistreiber werde.
Tiesler schlägt deshalb vor, über einen dynamischen Faktor ei der Mehrwertsteuer nachzudenken. Sollte der Benzinpreis einen bestimmten preis übersteigen, könnte die Steuer entsprechend sinken. „Ministerpräsident Mario Voigt hat hier bereits den richtigen Ton gesetzt und wird das in der Ministerpräsidentenkonferenz Ost weiterfolgen. Es kann so nicht weitergehen, der Staat muss Reaktionen zeigen., deshalb unterstütze ich das Vorhaben“, so Tiesler abschließend.
„Aktiv vor Ort“
Rekordbilanz für „Aktiv vor Ort“ – 998 geförderte Projekte in Thüringen davon 48 geförderte Projekte im Saale-Holzland-Kreis – Beantragung startet am Dienstag
Tiesler und Voigt: „Ehrenamt ist das Herzstück unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts“
Das thüringenweit beliebte Ehrenamtsprogramm „Aktiv vor Ort“ kann ab diesem Dienstag wieder digital bei der Thüringer Ehrenamtsstiftung beantragt werden. Darauf haben die Abgeordneten Stephan Tiesler und Mario Voigt für den Saale-Holzland-Kreis hingewiesen. Zusammen mit ihrer CDU-Landtagsfraktion hatten Tiesler und Voigt das Programm maßgeblich durchgesetzt. „Ehrenamtliche sind der Kitt unserer Gesellschaft, sie stärken die Gemeinschaft und den Zusammenhalt, das spüren wir hier vor Ort jeden Tag. Dieser Einsatz für die Gemeinschaft ist nicht wegzudenken und verdient Anerkennung und finanzielle Unterstützung“, sagten die CDU-Abgeordneten.
Wie groß der Ansturm auf das Heimatprogramm ist, zeigen die Zahlen des abgelaufenen Jahres. Im Jahr 2025 wurde mit einer Fördersumme von insgesamt 2,5 Millionen Euro eine neue Bestmarke erreicht. Thüringenweit konnten somit 998 Projekte unterstützt werden. Auch der Saale-Holzland-Kreis habe laut Tiesler und Voigt profitiert. Insgesamt 48 Vorhaben konnten hier umgesetzt werden. „Diese Zahlen sprechen für sich. Das Ehrenamt ist das Herzstück unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts – auch hier im Saale-Holzland-Kreis. Mit ‚Aktiv vor Ort‘ geben wir den Engagierten die Unterstützung, die sie für ihre wertvolle Arbeit brauchen“, erklärt Tiesler.
Hintergrund ist die gezielte Stärkung des Ehrenamtes durch das Land Thüringen. Mit dem Thüringer Ehrenamtsgesetz wurden die finanziellen Mittel deutlich aufgestockt, um insbesondere Initiativen im ländlichen Raum besser zu fördern. Erstmals wurde das gesamte Verfahren – von der Antragstellung bis zur Bewilligung – vollständig digital über das neue Förderportal der Thüringer Ehrenamtsstiftung abgewickelt. Die Zahl der eingereichten Anträge stieg dabei von 613 im Vorjahr auf 1.519 – ein Zuwachs von 148 Prozent. Gefördert werden Vereine, Initiativen und gemeinwohlorientierte Projekte unter anderem in den Bereichen Heimat- und Brauchtumspflege, Kinder- und Jugendarbeit, Seniorenarbeit, Kultur, Umwelt- und Denkmalschutz sowie bei Bürgerprojekten.
„Die enorme Nachfrage zeigt, wie groß der Bedarf an unkomplizierter Unterstützung direkt vor Ort ist. Als CDU-Fraktion stehen wir klar an der Seite der Ehrenamtlichen. Ohne ihren Einsatz wäre das gesellschaftliche Leben im Saale-Holzland-Kreis nicht denkbar. Die Rekordbilanz von ‚Aktiv vor Ort‘ ist ein starkes Signal der Anerkennung und Wertschätzung“, betont Voigt abschließend.
Hinweis: Beantragung über die Thüringer Ehrenamtsstiftung unter www.thueringer-ehrenamtsstiftung.de/aktiv-vor-ort
Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an die Wahlkreisbüros von Stephan Tiesler und Mario Voigt.

Heizungsgesetz gestoppt
Heizungsgesetz der Ampel ist Geschichte
Stephan Tiesler: „Bürgerinnen und Bürger gewinnen ihre Entscheidungsfreiheit zurück“
Das hoch umstrittene Heizungsgesetz der ehemaligen Ampel-Koalition ist Geschichte. Nach monatelanger Kritik und massiven Einwänden aus der Bevölkerung wird das bisherige Gebäudeenergiegesetz grundlegend auf Bestreben der CDU neu geordnet. Der Widerstand der Bürger und das hartnäckige Vorgehen der CDU-Landtagsfraktion, die eine viel beachtete Unterschriftensammlung initiiert hatte, hat sich zum Schluss gelohnt.
„Wir haben unser Versprechen gehalten. Damit endet ein Irrweg staatlicher Bevormundung. Der Staat zieht sich aus dem Heizungskeller der Menschen zurück. Die Entscheidung, wie geheizt wird, gehört wieder in die Hände der Eigentümer“, erklärt der Abgeordnete Tiesler. Klimaschutz brauche Akzeptanz und dürfe nicht durch überzogene Vorschriften erzwungen werden. Mit der Neuregelung werde der Weg frei für praktikable, bezahlbare und technologieoffene Lösungen, so der Abgeordnete für den südlichen Saale-Holzland-Kreis.
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt die komplizierten und realitätsfernen Vorgaben der Ampel. Die starre Verpflichtung, neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, entfällt. Ebenso werden Betriebsverbote für Öl- und Gasheizungen gestrichen. Auch die Verknüpfung mit kommunalen Wärmeplanungen wird aufgehoben. Künftig entscheiden Eigentümer selbst, welche Heizlösung zu ihrem Gebäude passt – ob Wärmepumpe, Fernwärme, Hybridtechnik, Biomasse oder weiterhin moderne Öl- und Gasheizungen. Maßgeschneiderte Lösungen statt Einheitsvorgaben stehen im Mittelpunkt.
Stephan Tiesler betont: „Wir sorgen für echte Technologieoffenheit und bauen unnötige Bürokratie konsequent ab. Die Menschen werden nicht länger bevormundet. Zugleich stärken wir die Innovationskraft des Landes und reduzieren neue Abhängigkeiten bei Energieimporten.“ Die Förderung für den Umstieg auf eine Wärmepumpe bleibe bestehen, ihre Finanzierung ist bis mindestens 2029 gesichert.
Die Abgeordneten der CDU-Landtagsfraktion haben von Beginn an vehement dem Heizungsgesetz des ehemaligen Wirtschaftsministers Habeck widersprochen und damals mehr als 20.000 Unterschriften dagegen gesammelt. Tiesler: „Eine Energiewende gegen Vernunft und Lebenswirklichkeit der Menschen kann nicht gelingen. Die CDU-geführte Bundesregierung geht jetzt einen wichtigen und überfälligen Schritt zur Befriedung einer aufgeheizten Debatte. Wir beenden einen gesellschaftlichen Großkonflikt. Versorgungssicherheit und stabile Netze bleiben gewährleistet – und die Bürger fühlen sich nicht länger gegängelt.“
Praktikum Mörsdorfer Agrar GmbH
In meiner Praktikumstour besuche ich für einen Tag im Monat, nun schon seit vielen Jahren, die verschiedensten Berufsfelder. Dieses Mal in aller Früh ging es in die Sauenzuchtanlage der Mörsdorfer Agrar GmbH.
Zunächst hieß es umziehen, rein in den grünen Arbeitsanzug und dann ging es auch gleich los.
Als erste Station, ganz interessant und fast wie beim Menschen, die Ultraschalluntersuchung. Die trächtigen Schweine werden am 28. Tag untersucht, ob die Besamung erfolgreich gewesen ist. Garnicht so einfach die Ultraschallbilder richtig zu deuten.
Weiter ging es durch die Futtermischanlage. Für rund 4000 Schweinen die 365 Tage im Jahr bei Vollpension verpflegt werden wollen, kommt da einiges zusammen.
Im Anschluss wurden die aktuell trächtigen Schweine zu ihren Abferkelboxen gebracht und ich konnte die kleinen Ferkel der letzten Tage in ihren Ferkelboxen bewundern.
Im großen Strohstall hieß es dann noch einmal richtig mit anpacken, es mussten sechs große Strohrollen verteilt werden.
Danke für diese intensiven Einblicke aber auch die ehrlichen Gespräche, zur aktuellen Lage in der Schweinezucht, mit all ihren aktuellen Herausforderungen. Für mich brachte der Tag einen tiefen Einblick in einen ganz anderen Arbeitsalltag.
Und eine kleine Frage zum Schluss an alle. Wie lang ist die Tragezeit von Schweinen?



Grundsteuer
Abgeordneter Tiesler: „Regierungskoalition sorgt für Entlastung bei der Grundsteuer“
Der Thüringer Landtag hat eine Korrektur der Grundsteuerreform beschlossen. Das von CDU, BSW und SPD eingebrachte Gesetz zur Einführung einer Landesgrundsteuer erhielt im Parlament eine Mehrheit. Damit werden die Bürgerinnen und Bürger im Saale-Holzland-Kreis ab 2027 spürbar entlastet, informiert der Landtagsabgeordnete Stephan Tiesler.
„Die Reform der Reform war notwendig, um offensichtliche Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Das Grundsteuermodell der früheren Ampel-Regierung hat zu teils massiven Ungleichbehandlungen zwischen Wohn- und Geschäftsgrundstücken geführt. Diese Schieflage haben wir nun korrigiert“, erklärt Tiesler.
Die frühere Anpassung der Grundsteuer durch die Bundesregierung hatte zur Folge, dass viele Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer plötzlich deutlich höhere Bescheide erhielten, während Geschäftsgrundstücke oft weniger zahlen mussten. Tiesler: „Für viele Familien war der Gang zum Briefkasten ein Schockmoment. Hier schaffen wir jetzt Abhilfe – denn Wohnen ist kein Luxusgut, sondern ein Grundrecht.“
Das Ziel der neuen Landesgrundsteuer ist es, die Aufkommensneutralität zu sichern und zugleich eine gerechte Verteilung der Steuerlasten zwischen Wohn- und Nichtwohngrundstücken zu erreichen. Konkret wird die Steuermesszahl für Wohngrundstücke von 0,31 Promille auf 0,23 Promille abgesenkt. Gleichzeitig steigt der Wert bei Nichtwohngrundstücken von 0,34 auf 0,59 Promille.
„Damit schaffen wir eine Entlastung von rund 26 Prozent beim Wohnen –das kommt den Menschen in Ssaale-Holzland-Kreis direkt zugute“, so der Abgeordnete. „Ich bin froh, dass das Parlament – trotz der gemeinsamen Ablehnung von AfD und Linke im Haushaltsausschuss – die Notwendigkeit dieser Korrektur erkannt hat. Mit dieser Entscheidung sorgen wir für mehr Gerechtigkeit und Planungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger.“
Windenergieausbau
Ost-Ministerpräsidenten unterstützen CDU-Forderung beim Windenergieausbau
Stephan Tiesler: „Der Bundesrat muss jetzt zügig handeln“
Der CDU-Landtagsabgeordnete Stephan Tiesler sieht sich durch den aktuellen Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz der ostdeutschen Länder in der Energiepolitik seiner Fraktion bestätigt. Die ostdeutschen Regierungschefs haben den Bund gebeten, das Windenergieflächenbedarfsgesetz zu evaluieren und den Ländern die Möglichkeit einzuräumen, starre Flächenziele durch technologieoffene Erzeugungsmengenziele zu ersetzen. „Die Ministerpräsidenten greifen damit eine Kernforderung unserer CDU-Fraktion auf: weg von planwirtschaftlichen Flächenvorgaben, hin zu einer bedarfsorientierten, technologieoffenen Energiepolitik“, erklärt der Abgeordnete für den südlichen Saale-Holzland-Kreis, Tiesler. „Die ostdeutschen Länder haben in Ettersburg ein starkes Signal gesendet und unsere Linie bestätigt. Jetzt muss sich auch im Bundesrat endlich etwas bewegen. Die Thüringer Initiative muss mit Nachdruck weiterverfolgt und von weiteren Ländern unterstützt werden.“
Die CDU-Fraktion positioniert sich seit Monaten klar gegen die pauschale Vorgabe von 2,2 Prozent der Landesfläche für Windkraft und fordert stattdessen, den tatsächlichen Energiebedarf in den Mittelpunkt zu stellen. „Megawatt statt Hektar muss das Ziel sein. Moderne, leistungsstarke Anlagen, mehr Repowering und ein kluger Energiemix über Photovoltaik, Biogas und Geothermie sind der richtige Weg“, so Tiesler.
Doppelhaushalt
Investitionsturbo für den Saale-Holzland-Kreis
Die CDU-Landtagsabgeordneten Mario Voigt und Stephan Tiesler haben den im Landtag eingebrachten Doppelhaushalt für 2026 und 2027 als Stabilitätsanker für den Freistaat begrüßt. Das Zahlenwerk gebe für Thüringen und dem Saale-Holzland-Kreis sichere Rahmenbedingungen und wichtige Investitionsimpulse. „Thüringen bekommt in allen gesellschaftlichen Bereichen Verlässlichkeit und Planbarkeit für zwei volle Jahre. Gerade in herausfordernden Zeiten gibt die Koalition ein Signal des Aufbruchs. Mit dem Doppelhaushalt wird der dringend benötigte Prozess des Umsteuerns eingeleitet, der uns im Saale-Holzland-Kreis helfen wird“, erklärten Tiesler und Voigt. Die Abgeordneten kritisieren dabei die zurückliegenden Jahre unter der Linke-Regierung. „Die roten Jahre haben finanzpolitisch große rote Zahlen hinterlassen. Mit der neuen Koalition geben wir dagegen ein klares Signal. Vereine und Verbände, die Unternehmen, sozialen Träger und Kultureinrichtungen im Saale-Holzland-Kreis werden von diesem Landeshaushalt profitieren“, sagt Voigt.
Der vorgelegte Haushalt bremse die konsumtiven Ausgaben und steigere die Investitionen auf einen Rekordwert in der Geschichte Thüringens, so Tiesler. Die CDU-Politiker: „Die Zeit des politischen Konsums ist vorbei. Jetzt beginnt die Zeit des strategischen, mutigen Investierens in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Nicht Konsum, sondern Investition heißt das Leitmotiv.“ Als Beispiel nennen sie das kommunale Investitionsprogramm von einer Milliarde Euro, 100 Millionen Euro mehr bei Krankenhausinvestitionen, die kostenlose Meisterausbildung ab 1. Januar 2026, das Sonderprogramm für kleine Gemeinden oder eine Stärkung des Ehrenamts und des Unterstützerprogramms „Agathe“ für Ältere. Tiesler: „Wir kümmern uns um die Kernaufgaben des Staates, eine verlässliche Gesundheitsversorgung, Sicherheit im Alltag, starke Wirtschaft, gute Bildung und lebenswerte Städte und Gemeinden. Die kommenden Jahre sind für uns deshalb keine Atempause, sie sind eine Zeit des Aufbruchs, den auch die Menschen im Saale-Holzland-Kreis spüren werden.“
Neue Tourismus-Strategie
Auf Antrag des Abgeordneten Stephan Tiesler und seiner CDU-Fraktion hat der Landtag eine neue Tourismusstrategie für den Freistaat diskutiert. „Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Thüringens – mit großen Herausforderungen auch für uns im Saale-Holzland-Kreis. Darum brauchen wir eine neue Strategie, die klare Leitplanken setzt und Aufbruch signalisiert“, erklärt der CDU-Abgeordnete. Dabei gehe es um eine Neuausrichtung von Tourismus und Landesmarketing unter der Dachmarke des Grünen Herzen Deutschlands. Tiesler: „Das ‚Grüne Herz Deutschlands‘ ist mehr als ein Werbeslogan. Es steht für Natur, Kultur und Tradition – und damit für eine unverwechselbare Identität, die wir nach außen tragen und nach innen stärken wollen.“ Bei der Gästezufriedenheit und dem Service liege Thüringen bundesweit an der Spitze, erinnert Tiesler. „Wir stehen aber vor Herausforderungen etwa beim Angebot oder auch beim Personal. Deswegen muss die Tourismusstrategie jetzt in die richtige Richtung gelenkt werden.“
Konkret schlägt Stephan Tiesler mit dem Antrag der regierungstragenden Fraktionen mehr als 20 Überlegungen für die neue Tourismusstratege vor. Unter anderem soll Unterscheidbarkeit und Wiedererkennungswert für den Freistaat und die einzelnen Regionen hergestellt, Nachbarländer gezielter in den Blick genommen und neben Urlauben auch Kongresse, Tagungen und Geschäftsreisen stärker berücksichtigt werden. Ferner solle die Einführung eines landesweiten Taktfahrplans, eines touristischen Mobilitätstickets und einer landesweiten Gästekarte geprüft werden. Nicht zuletzt steht der Abbau bürokratischer Hürden im Fokus.
Tiesler: „In der Strategie soll es nicht wie in der Vergangenheit und viele blumige Ideen gehen, sondern wir setzen auf handfeste und vermarktbare Produkte unserer privaten Anbieter. Wir brauchen ein Landesmarketing aus einem Guss. Tourismus darf kein Fremdkörper sein, sondern integraler Bestandteil einer einheitlichen Markenstrategie.“
Stephan Tiesler ist stolz und froh, dass in allen Städten und Dörfern investiert werden kann
Im südlichen Saale-Holzland-Kreis können Städte und Dörfer bald so viel anpacken wie lange nicht mehr: Mit dem neuen Kommunalen Investitionsprogramm 2026–2029 bekommt jede Kommune ein eigenes Kreditkontingent. Eine Milliarde Euro stehen landesweit bereit – und das Land übernimmt Zins und Tilgung komplett. Das heißt: Projekte starten, Pläne umsetzen, Zukunft bauen – ohne dass die Kommunen auf ihren Kosten sitzenbleiben.
Für unsere Region heißt das Investitionschancen in Millionenhöhe! Beispielhaft profitieren (Angaben für 2026–2029):
- Kahla: 1.806.760 €
- St. Gangloff: 300.996 €
- Bremsnitz: 37.328 €
Tiesler erklärt: „Das ist ein großartiger Tag für unsere Region. Endlich können wir Vorhaben umsetzen, die schon lange in den Schubladen liegen: ein neues Feuerwehrhaus, ein Schulhof, der wieder Freude macht, sichere Straßen oder schnelles Internet. Genau solche Projekte machen den Unterschied im Alltag – und jetzt können sie überall angepackt werden.“
Besonders wichtig ist Tiesler, dass auch die kleinen Gemeinden unter 1.000 Einwohnern ein eigenes Kreditkontingent bekommen. „Ich bin stolz darauf, dass wirklich jeder Ort zählt – ob Kleinstadt oder Dorf. Thüringen lebt von seinen Unterschieden, und Politik muss das Leben überall möglichst lebenswert machen. Dass wir das jetzt können, erfüllt mich mit Freude.“